Puhvogel und der Frühling

Puhvogel schaute aus dem Fenster.
Es schneite.
Boh, so viel Schnee, mitten im Februar, dachte Puhvogel.
Die beiden großen Puhvögel waren seit Tagen nicht zu Hause gewesen, so machte Puhvogel sich so seine Gedanken zum Lauf der Welt im Allgemeinen und zum Wetter und den Jahreszeiten im Besonderen.
März, dachte Puhvogel, nur noch ein Monat und der Frühling müsste wieder voll reinhauen, Blumen, Krokusse, Vogelkollegen, die aus ihren Winterquartiere zurückkommen.
Und jetzt dieser ganze Schnee.
Vier Wochen sind wohl doch eine ganz schön lange Zeit. Puhvogel überlegte: Wie alt bin ich eigentlich ? Frühlingsgeschichten kannte er nur aus Erzählungen, also musste er weniger als 10 Mal vier Wochen alt sein.
Puhvogel schaute ins Astloch, in dem die beiden großen Puhvögel wichtige Erinnerungen zu verstecken pflegten. Es war leer. Oh Schreck, ob sie mich wohl allein gelassen haben, für immer ? Ob ich wohl groß genug bin ?
Darüber würde Puhvogel nach dem nächsten Schläfchen nachdenken, er blickte noch einmal auf die Schneeglöckchen, die er statt der Krokusse sah und wollte sich wieder hinlegen.
Doch dann…
Puhvogel streckte sich, putzte mit dem Schnabel noch einmal das Gefieder, breitete die Flügel aus und zum ersten Mal in seinem Leben stieß er sich von der Astgabel, die sein Zuhause war, ab und schwebte los. Er flog. Allein.
Es klappte.
Er freute sich.
Es konnte Frühling werden.

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