some paranoia or support your local scene

Dust

Dust


Mit paranoider Schizophrenie kenne ich mich aus. Bielefeld gibt es nicht. „This place definately exists.“, lautete die Ansage einer inzwischen im tiefen Meer des Vergessens gelandeter Band in besagter Location. Vachss schreibt unter anderem über emotional abuse und dieser existiert leider ebenso sicher wie falsche Annahmen über das Entstehen und die Behandlung von psychischen Störungen kursieren. Heute möchte ich gern in der Ich-Perspektive bleiben und nicht über das „Selbst“ in der dritten Person schreiben. Seit nun mehr als drei Jahren wage ich es, mich als „stabil“ zu bezeichnen, auch wenn Hirnlosigkeit und Bürokratiewahnsinn mich zuverlässig wieder und wieder aus dem Gleichgewicht werfen. Meistens jedoch fange ich mich rechtzeitig wieder. Realität ist eine Illusion, die durch Medikamentenmangel hervorgerufen wird.

In dieser unserer vermaledeiten Realität gilt es, die Hoffnung auf Besserung, Genesung, Gerechtigkeit und Frieden nicht zu verlieren, auch wenn das von manchen als Gurkenschiss angesehen wird. Das Rettungsboot des Sarkasmus macht es zwar leichter erträglich, mit den Gefühlen und der Situation klarzukommen, allerdings schrieb Wayne Kramer über ein „Falling“ in denselben. Der Satzbau mag an Kant erinnern, bildet die Denkvorgänge allerdings äquivalent zu ihrem Entstehen ab. So you can’ t be Shakespeare and you can’ t be Joyce. Gewiss ist es hilfreich, sich an Tage unzerstörbaren Urvertrauens zu erinnern, im Wissen, dass die sogenannte „Wahrheit“ auch in die letzten Hirne hineintröpfeln wird. Ich möchte meinen Lesern nicht zu nahe treten, lediglich aus gelebter Erfahrung berichten.

Das Vulnerabilitätskonzept ist gewiss ein beliebter Erklärungsansatz, muss allerdings erst einmal inhaliert und verstanden werden, bevor man sich über die weiteren einzuschlagenden Schritte Gedanken machen kann. Im Hier und Jetzt ist eine Zigarette oder ein Spaziergang manchmal ebenso hilfreich. Ich habe nichts gegen Meditation oder Yoga, für mich ist allerdings psychoaggressive Doom-Metal eher das Mittel der Wahl. Meine Birne verrostet, wenn Sie mich verstehen, Verein leider außer Reichweite. Als Namedropping muss Adams, Vonnegut, Lewis, Celibate Rifles, H.P. Zinker und Sister Double Happiness an dieser Stelle ausreichen. „Why so serious ?“ mag der geneigte Leser fragen. Timothy Leary kennt die Antwort. Zu guter Letzt seien noch zwei Daten (Mehrzahl von Datum) erwähnt :

Am 22.06. 2016 feiert unser Verein zehnjähriges Bestehen.
Am 31.12. 2037 geht die Epoche der Unix-Time zu Ende. Wir werden eine Lösung finden.
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https://www.minds.com/blog/view/477322761040044032/some-paranoia-or-support-your-local-scene
https://minds.com/ewing

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