dann ist schluss

[taken from: Hans Platzgumer – Aura Anthropica, L’ Age d’ Or 95/96]
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wir leben alle hier in diesem fahlen licht
und wir hoffen nur, dass dieses leben nie zerbricht
wo der wahnsinn klopft da ist es einerlei
wenn der wahnsinn klopft dann stehst du schnell ganz allein
und schon fängt es an um dich und in dir immer dunkler zu werden
und die leute wollen dich dann nicht mehr hören
ja dann weisst du es ist spät
du hast keinen abend mehr vor dir
und dein tag war schon viel zu lang
es stellt sich nicht die frage ob du aufgeben willst
die katastrophe nährt am drang
und das böse drängt sich immer vor
dein hirn braucht endlich etwas luft
du machst das fenster auf
du hältst es nicht mehr aus
du lässt den regen rein
du hörst die tropfen schreien
und dann weisst du es ist spät
vielleicht schon viel zu spät
und die lebenslust verfliegt
und der gram hat sich vertieft
und dann ist schluss
und es zieht dich in die dunkelheit
von draussen lässt du nichts mehr rein
in diesem sog ist nichts verrufen,
keine antwort mehr zu suchen
der wahnsinn der brennt lichterloh
an dieser stelle
es geht nicht immer alles auf die schnelle
und das rad dreht sich so immer weiter, tiefer,
immer tiefer bohrt es sich in dein gemüt
und macht dich stumpf und stumm
und sie schauen zu und warten es nur mehr ab
reden sich raus und geben auf
es wird sinnlos
die kraft verfliegt im nu
und dann weisst du es ist schon viel zu spät

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