flitzpiepenspiele – Stimmenrausch 2015-01-22

schwarzer kaffee heißt heute nicht mehr negerschweiß,
und je wackliger die zähne, desto härter das brot.
nicht mehr ganz der alte, aber hier ist er nochmal.
nach einem guten lauf bis “raffiniert zu popfürzen” und
vermeintlichem comeback mit “donnerkeil über wind end”
der nächste versuch, stimmenrausch ins tagesgeschäft
zurückfinden zu lassen. denn: wir stehen nicht allein…
und sind auch gar nicht sooo schlecht aufgestellt!

Egon Bondy, zum 85sten; Achim Benning, zum 80sten; Georg Staudacher, zum 50sten; Adam Oehlenschläger, 165ster Todestag; Maximilian Werner, 140ster Todestag; John Ruskin, 115ter Todestag; Johannes Thimme, 30ster Todestag; Barbara Stanwyck, 25ster Todestag; Reinhold Finkbeiner, 5ter Todestag (20. Januar)
Horace Wells, zum 200sten; Duncan Grant, zum 130sten; Wanda Wasilewska, zum 110ten; Günter Lamprecht, zum 85sten; Kristian Schultze, zum 70sten; Silke Maier-Witt, zum Geburtstag; Jeff Koons (60); Jam Master Jay, zum 50sten; Wilhelm Flitner, 25ster Todestag; Theun de Vries, 10ter Todestag (21. Januar)

“Ich glaube, in dieser barbarischen Zeit muß man sich selber ganz treu bleiben und Zeugnis ablegen von dieser Dekadenz, dasein und versuchen zu sagen, was man im Rahmen seiner Bildung, seiner Generation sagen kann.”

Federico Fellini, zum 95sten; gemein

“Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.”

George Orwell, 65ster Todestag; z.n.w.

Y si al amor que los dictó, tú también lo desprecias,
otras soñarán con este amor que no fue para ellas.

Ernesto Cardenal, zum 90sten; aus seinem Gedicht “Claudia”
eugen gomringer, zum 90sten; aus: “vom rand nach innen”, Wien 1995,

Gib deine Hand, du schön und zart Gebild!
Bin Freund, und komme nicht, zu strafen:
Sei gutes Muts! ich bin nicht wild,
Sollst sanft in meinen Armen schlafen.

Matthias Claudius, zum 200sten Todestag; im Gedicht “Der Tod und das Mädchen” (1774)

Es ist so still, als könnte nichts geschehen.
Jetzt schweigt des Tages Lied vom Kampf ums Brot.
– Nur irgendwo geht einer in den Tod.
Und morgen wird es in der Zeitung stehen …

Mascha Kaléko, zum 40sten Todestag; letzter Vers aus “Spät nachts”

Jetzt fahrn wir ü – bern See, ü – bern See, jetzt fahrn wir ü – bern See,
mit ei – ner höl – zern Wur – zel, Wur – zel, Wur – zel
mit ei – ner höl – zern Wur – zel, ein Ru – der war nicht – dran.
Und als wir drüber war’n, drüber war’n, und als wir drüber war’n,
da sangen alle Vöglein, Vöglein, Vöglein, Vöglein,
da sangen alle Vöglein, der helle Tag brach – an.

Für Bernd Kramer, zum 75sten; von ihm zitiert in seinem Bericht “Hahnexpeditionen IV. Reise”, aus: Schwarzbuch Kreuzberg, Karin Kramer Verlag Berlin 2014

Samstag, 24. Januar – 16 Uhr

Geräusche, Gedichte und Getier für Alle –
Die wortwuselwelt präsentiert digitale Poesiespiele
zum Mitmachen für Kinder ab 6 Jahren und neugierige Erwachsene.

Mit dem Berliner Dichter Lars-Arvid Brischke, Brigitte Krämer und Nina Pagalies

im Rahmen der Ausstellung

COMICS ZUR LAGE DER WELT
mit 47 Künstlern aus 22 Ländern
kuratiert von Karoline Bofinger

Galerie Neurotitan
im Haus Schwarzenberg
Rosenthaler Str. 39
Berlin-Mitte

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Samstag, 24. Januar, 21 Uhr

live

URBAN BLUES QUAKE

T.W.Blum / Yref

Schon bei ‘Herr Blum’ haben sie gezeigt, dass der urbane, elektrische Blues in ihren Adern fließt.
Was aber kommt dabei heraus, wenn sich zwei Experimental-Gitarristen ganz dem Blues zuwenden?
Ein treibender, ineinandergreifender, spontaner Großstadtblues mit unwiderstehlichem Groove,
der durch tranceartige Passagen führt und in atonalen Ausbrüchen endet.

TRICKSTER
Oberbaumstraße 11
Berlin-Kreuzberg

Hinweise von
Stimmenrausch gesch. Marke des Büro für Gute Worte
Literatur- Text- Veranstalter- Presse- Online- Agentur
Tel.: XXXXXXXXX E-Mail: pfeifer@stimmenrausch.de

Olympia NO!

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