die schrecken gefühlten friedens – Stimmenrausch 2014-12-07

Elfriede Lohse-Wächtler, zum 115ten; Rudolf Hausner, zum 100sten; Jeff Bridges, zum 65sten; Feridun Zaimoglu, zum 50sten; Emil Felden, 55ster Todestag (4. Dezember)
Hennes Weisweiler, zum 95sten; Hanif Kureishi, zum 60sten; Phillis Wheatley, 230ster Todestag; Pietro Germi, 40ster Todestag; Sonia Delaunay-Terk, 35ster Todestag; Heinz Fülfe, 20ster Todestag; Colin Wilson, Todestag (5. Dezember)
Alain Tanner, zum 85sten; Imre Koszegi, zum 70sten; Leadbelly, 65ster Todestag (6. Dezember)

“Denn Krieg besteht nicht nur in Schlachten oder Kampfhandlungen, sondern in einem Zeitraum, in dem der Wille zum Kampf genügend bekannt ist.”

“Gewalt und Betrug sind die zwei Haupttugenden im Kriege.”

Thomas Hobbes, zum 335sten Todestag; aus: Leviathan, zit.n.wiki.

“Die deutschen Soldaten der Zukunft müssen die Traditionen der deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs fortsetzen.” (F.J. Strauß in Welt am Sonntag)

“Ich glaube, man kann keine andere Lehre daraus ziehen, wenn man sechs Jahre Krieg hautnah miterlebt hat, gibt es nur die eine Erklärung dafür, daß es unmöglich gewesen ist. Das war so bedrückend, auch erniedrigend zum Teil und so, das kann man nicht wiederholen, da gibt es keine Glorie dafür, keine Schönheit, keine Sympathie für diese Art von Leben. Der Krieg ist so schrecklich, er bedeutet die Erniedrigung eines Menschen, der sich nicht wehren kann und der nicht weiß, was mit ihm geschieht.” (H.H. Kirst als Antwort auf voriges Zitat)

Hans Hellmut Kirst, zum 100sten; z.n.w.

Und dann war er weg. Der Aufzug öffnete sich rasselnd und nahm ihn in Empfang. In seinem Kopf schlug eine grosse Trommel, und Tränen liefen über sein ganzes Gesicht. In der Ferne schlug eine Kirchenglocke. Zwölf Uhr. Er hatte das Bedürfnis zu laufen. Er würde zu spät zum Krieg kommen.

Robert Lowry, zum 20sten Todestag;
aus: “Der Spielzeugballon”, in: The Little Man Stories – Robert Lowrys frühe Erzählungen, Übertragung von Esther Breger; hier zit. n. Florian Vetsch

Wollen wir uns wirklich noch an den Schein klammem, als sei alles beim Alten geblieben ? Sind wir nicht alle tödlich verwundet ? … Auch unser Volk ist durchsetzt von heimlichem Krieg. … Soll unsere Lebensgestaltung, unsere Kunst das totschweigen ?

Max Pulver, zum 125sten; aus dem Aufsatz: “Warum haben wir kein Drama?”, zitiert nach Robert Faesi
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

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