…setzt es was – Stimmenrausch 2014-11-30

Peter Pan, zum 105ten; Peter Lilienthal, zum 85sten; Achim Strietzel, 25ster Todestag; Ruth Niehaus, 20ster Todestag (27. November)

Wann uns die Schöne nicht zu freundlich angesehn,
So wünschen wir nicht mehr, vor Kummer, zu erkalten,
Noch vor der Zeit ins Grab zu gehn.
Man pflegt von Selbst-Mord ietzt nichts mehr zu halten.
Was sonst aus Liebes-Trieb die Menschen weggerafft,
Gifft, Raserey und Dolch, ist alles abgeschafft.
Dergleichen Grausamkeit
Wird selten von uns angeführet,
Und zwar nur bey Gelegenheit,
Weil sie noch manchen Reim in unsern Liedern zieret.
Aus dem Frantzözischen.

Friedrich Rudolph Ludwig von Canitz, zum 360sten; aus: “Regeln ohne Verdruß zu lieben”;
in: Des Freyherrn von Canitz Gedichte, mehrentheils aus seinen eigenhändigen Schriften verbessert und vermehret, Leipzig und Berlin 1727.

“Armes Menschengeschlecht! aus welchen Abgründen hast du dich noch emporzuarbeiten!”

Georg Adam Forster, zum 260sten; z.n.w.

Und ich war hungrig und war ausgestoßen.
Wohin ich kam, verstummte das Gespräch.
Von wo ich ging, klang auf ein leises Zischen.
Ich lief von Mensch zu Mensch und schrie: “Warum?”

Klara Blum, zum 110ten; hier zitiert nach Svenja Hoffmann
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