gestolperter engel – Stimmenrausch 2014-11-19

“Sehr überzeugend erscheint mir, daß alles mit dem Wort begann. Ohne Wort hätten wir nicht Gott. Das heißt nicht, daß wir ihn mit dem Wort haben. Durch Benennen suggerieren wir, etwas begreifen zu können, und Begreifen suggeriert, es festhalten zu können. Aber nichts können wir festhalten, soviel wir uns auch einbilden, begreifen zu können. Wer mit Wörtern und Worten umgeht (nicht handelt), also Verantwortung übernimmt, hat Skrupel, auf eine Frage einzugehen, die fühlbar zu groß ist für den reflektierenden Verstand. Für Alles haben wir keine Wörter und kein Wissen. Ich wundere mich immer sehr, wenn ich Gleichungen aufstellen höre wie: Gott ist Ursache und hundert andere mehr. Wie wenn der, der das sagt, wisse, was sei, und sich als Wirkung gleichsam überhebt über das, worüber er spricht. Solchen rhetorischen Spielen fehlt Demut, ohne die man nicht für einen Wimpernschlag ahnen kann, wie unermeßlich unbegreiflich klein wir sind. Es scheint, daß selbst Gläubige glauben, wissen zu können, ohne glauben zu müssen.”

Christoph Wilhelm Aigner, zum 60sten; zit. n. wiki.

wir sind wir

okay, du bist alt…
aber wir wollen
thrill, speed, fun…
ist der neue beat
der weltmeister
heißt mitmachen
oder verlierer sein
solidarisier dich
mit der mutter
aller spiele krieg
ist zeitgewinn
weitermachen
guck nicht hin

heute!
—-
Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

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