nachs jetze janz jerne – Stimmenrausch 2014-11-04

Gerda Rodel, zum 100sten; Enrico Baj, zum 90sten; Herlinde Koelbl, zum 75sten; Kinky Friedman, zum 70sten; Marie Bashkirtseff, 130ster Todestag; Édouard Dujardin, 65ster Todestag (31. Oktober)
Basil Bernstein, zum 90sten; Aras Ören, zum 75sten; Luise Kautsky, 70ster Todestag; Hoimar von Ditfurth, 25ster Todestag (1. November)
Richard Serra, zum 75sten (2. November)
Heinrich Campendonk, zum 125sten; Matthias Fuchs, zum 75sten; Eva Renzi, zum 70sten; Adam Ant, zum 60sten; Hal Hartley, zum 55sten; Henri Matisse, 60ster Todestag (3. November)

“Die Leitmotive meines Werkes sind in mir verankert, wie in jedem Künstler. Man muss! Es macht es! Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun und ist nichts Übersinnliches. Man ist gezwungen, es zu tun. Es ist unabhängig vom Zustand.”
zit. n. dieStandard.at

“Ich möchte die festen Grenzen auswischen, die wir Menschen mit einer eigensinnigen Sicherheit um alles, was in unseren Bereich kam, gezogen haben.”
zit. n. Förderverein Künstlerhaus Hannah Höch e.V.

“Bis zum heutigen Tag habe ich versucht, mit diesen Techniken mein Gedankengut, Kritik, Sarkasmus, aber auch Trauer und Schönheit zum Ausdruck zu bringen, auf meine Weise Kontakt zu der Welt zu halten.”
zit. n. Mitteldeutsche Zeitung v. 3. April 2014

Hannah Höch, zum 125sten

Gloomy Sunday

It is autumn and the leaves are falling
All love has died on earth
The wind is weeping with sorrowful tears
My heart will never hope for a new spring again
My tears and my sorrows are all in vain
People are heartless, greedy and wicked…

Love has died!

The world has come to its end, hope has ceased to have a meaning
Cities are being wiped out, shrapnel is making music
Meadows are coloured red with human blood
There are dead people on the streets everywhere
I will say another quiet prayer:
People are sinners, Lord, they make mistakes…

The world has ended!

Rezso Seress, zum 115ten; literal english translation

Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;
In kühle Stuben kehrt ein still Bescheiden
Und Engel treten leise aus den blauen
Augen der Liebenden, die sanfter leiden.
Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,
Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.

Georg Trakl, zum 100sten Todestag; aus dem Gedicht “Der Herbst des Einsamen”, in: Gedichte 1913
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

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