Wiederkehrendes Trauerspiel – Zeit läuft | Stimmenrausch 2014-09-01

Alexander Nikolajewitsch Radischtschew, zum265sten; Anna Ebert, zum 125sten; Harry Meyen, zum 90sten; Caroline Cossey, zum 60sten; Ferdinand Lassalle, 150ster Todestag; Lucy Lloyd, 100ster Todestag; Wilhelm Bölsche, 75ster Todestag, Rocky Marciano, 45ster Todestag (31. August)

niedergang der demokratie in deutschland VIII:
kriegshetze ohne waffenhandel ist wie schnipo ohne schranke

deutsche waffen, deutsches geld,
morden mit in aller welt…
diese verdichtete formel trug in 70er&80ern im westen anklage & mahnung auf die straße.
die berliner republik legt noch ne schüppe drauf. hegt die alte kumpanei mit auto- & pluto-
kratischen systemen und versucht gleichzeitig mittels “humanitärer” waffenschiebereien,
schneisen durchs völkerrecht zu schlagen. hauptsache die brandherde der stellvertreter-
kriege rauchen weiter, versammeltes westkapital behält die korridore zu den ressourcen
und die absatzmärkte für deutsche schmieden bleiben stabil. sanktionen gegen rußland
müssen schließlich gegenfinanziert und auf verbraucher & kleinzahler abgewälzt werden.
jede wahlstimme für cdu/spd war und ist zustimmung für den profit mit opfern und ihren
mördern, soviel dürfte seit langem selbst in den tiefsten provinzen offenkundig sein. und
auch ‘grünes’ politikverständnis stellt sich sachzweckdienlichen argumenten nicht länger
in den weg. scheiß auf ethik. bürgerlich-liberal kommt heute ohne aus.
aber was ist, wenn der spießer nicht mehr mitmachen will?
elsterlinge & unterelbler haben jetzt entschieden. “fertsch!” das ist nicht nur sächsisch für
orgasmus sondern auch das schicksal der fdp. so hatte dieses ausgewählte deutschvolk
schon das aus des ‘sozialismus’ beschlossen und uns damit ‘wiedervereinigung’ beschert.
ob sie denn noch richtig ticken ist da nicht die frage. jedes dereguläre ticken ist starkes
anzeichen für protest. der sachse ist prädestinierend. wenn heute noch wo eine revolution
sich verzünden kann, dann zuerst am dresdner hof. till ich oder nich, nu bevor der seksch
revoluzzer zum attentäter explodiert, bleibt er doch lieber scheen auf seinem stuhl sitzen.
auch wenn’s stinkt, so protestiert die avantgarde der republik gegen den jüngsten, kanzel-
verordneten militaristischen gleichschritt. “hab glei fertsch.”
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

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