stimmenrausch 2014-07-16

“Sich zu entlieben ist sehr erleuchtend. Für eine kurze Zeit sieht man die Welt mit anderen Augen.”

Iris Murdoch, zum 95sten

“Sattheit enthält, wie jede andere Kraft, immer auch ein bestimmtes Maß an Frechheit, und dies äußert sich vor allem darin, daß der Satte dem Hungrigen Lehren erteilt.”
“Es ist leicht, rein zu sein, wenn man es fertig bringt, den Teufel zu hassen, den man nicht kennt, und Gott zu lieben, an dem zu zweifeln das Hirn nicht reicht.” zit.n.wiki.

“Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Wir haben keine Politik, an eine Revolution glauben wir nicht, wir haben keinen Gott, wir haben keine Angst vor Gespenstern . . ., nicht einmal Angst vor dem Tod oder dem Erblinden . . . Ob dies eine Krankheit ist oder nicht – es geht nicht um die Bezeichnung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage . . . für unsereinen ist diese Zeit brüchig, sauer, langweilig . . . Uns fehlt das ‘Etwas’ . . .”

Anton Tschechow, zum 110ten Todestag; zit. n. Otto A. Böhmer in Wiener Zeitung

Was sind wir Menschen doch? ein Wohnhaus grimmer Schmerzen.
Ein Ball des falschen Glücks / ein Irrlicht dieser Zeit.
Ein Schauplatz herber Angst / besetzt mit scharffem Leid /
Ein bald verschmelzter Schnee und abgebrannte Kerzen.

Andreas Gryphius, zum 350sten Todestag; 1. Quartett aus: “Menschliche Elende”

Es ist immer noch Winter, immer noch Schnee
Und ein Spieler ohne Glück, das tut immer noch weh

Jörg Fauser, zum 70sten; aus dem Song: “Der Spieler”
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