Landeanflug

Sternzeit 1284,7

In enger werdenden konzentrischen Kreisen begannen unsere Freunde heute am frühen Morgen den Landeanflug. Der Frosch hatte alle wie vereinbart geweckt. Und sie alle waren aus ihren Federn gekrochen, auch wenn der Glühwein noch dem einen oder anderen in den Knochen gesteckt haben mag. Jedenfalls war die Aufgabe wohl wichtig genug, so dass alle gut motiviert waren. Wie bereits seit Tagen übertrug der Grizzly die Bilder von der Mondoberflache. Die Spinne saß an der Kommunikationseinheit. Die Maulwurfine kümmerte sich um den Delphin, der etwas nervös war. ‘Phase 4’, befahl der Octopus. Die Schildkröte schaltete den Rückschub ein. Langsam näherten sie sich dem Boden. ‘Phase 5 einleiten!’ Der Ballon zur Pufferung und zur Sicherstellung einer sanften Landung wurde aufgeblasen. Dann setzte die Dark Shadow auf dem Boden auf. ‘Wir werden noch einen Tag lang im Beobachtungsmodus verharren.’ sagte der Octopus. Also würden sie ihre Neugier auf das neue Terrain noch etwas zügeln müssen. Lebenszeichen gab es jedenfalls keine, lediglich die amerikanische Flagge hing still in Sichtweite. Die Schwerkraft würde um ein Vielfaches geringer sein als auf der Erde. Der Ameisenbär rief alle zur Mahlzeit. Er hatte heute wieder einmal Calamaris vorbereitet. Auch wenn alle anderen das ziehmlich sinnlos fanden, hatte der Ameisenbär beschlossen, auch die Mahlzeiten ins Logbuch aufzunehmen. Der Delphin sprang einen halben Meter hoch aus dem Wasser. Nach dem Abschluss der Mahlzeit vermerkten sie noch ‘Phase 5 geglückt. Landung erfolgt.’ und begannen mit einem Kartenspiel. Noch früh genug würden weitere, schwierige Aufgaben auf sie warten. So also sah der Mond aus. Die Erdkugel war von weitem sichtbar und sah sehr zerbrechlich aus.

Advertisements

About this entry