Eine Nachricht

Sternzeit 0985,7

Wir waren weiterhin auf Kurs Nord, als uns eine Nachricht aus der Heimat erreichte. Stellt Euch vor, die Delphine waren befreit worden. Als unser Delphin das hörte, war er aber wirklich einen Moment lang versucht, die Reise abzubrechen. Nachdem er sich allerdings mit seinen Artgenossen besprochen hatte, beschlossen sie alle gemeinsam, bei uns zu bleiben. Wir danktem dem Herrn der Gezeiten für diesen Schachzug, falls er etwas damit zu tun hatte, aber das konnte man mittlerweile jawohl nicht mehr ausschliessen. Als die Sonne am höchsten stand, entschlossen wir uns zu einer erneuten Zusammenkunft am Abend. Als es soweit war, eröffnete der Ameisenbär die Runde mit einem Gebet und las uns anschliessend aus dem Buch vor. Darin war die Rede von einem Mann, der durch die Wüste zog. Wir drängten den Bär, uns die Geschichte zu erklären, jedoch für er fort, indem er uns zum Singen aufforderte und hüllte sich weiterhin in Schweigen. Wir würden verstehen, wenn es soweit wäre, versicherte er uns. Das war für uns schwer auszuhalten, aber wir vertrauten ihm. Dann kletterten wir in unsere Kojen, während der Frosch seine Nachtwache antrat. Nachdem er eine Zigarette geraucht hatte, verzeichnete er den Tag ordnungsgemäß im Logbuch, klappte es zu und sah in den Sternenhimmel. Einige Zeichen kannte er.

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