In need of any ?

Sternzeit 0970,3

Heute haben wir einen Octopus getroffen, der uns Zackenplankton andrehen wollte. Es war nicht leicht, ihm verständlich zu machen, dass wir auf diese Art der Meeresspezialitäten nicht stehen. Seitdem begleitet er uns und versucht es immer wieder einmal. Mit dem Frosch redet er wie mit einem alten Bekannten. Er macht einen sehr relaxten Eindruck. Und er hat uns haufenweise gute Musik vorgespielt. Dann hat er wieder schwer verständliche Marotten und sagt immer : ‘Jetzt brauch ich erst wieder ‘ne Pause.’. Wir haben ihn jedoch trotz seines Lasters wie ein Familienmitglied aufgenommen. Mit den Delphinen versteht er sich besonders gut. Ob sie auch heimlich von dem guten Kraut geniessen ? Der Ameisenbär meinte nur trocken : ‘Er ist ein Schäflein, das vom rechten Weg abgekommen ist.’. Ich hege leise Zweifel, ob er mit der gut gemeinten Integration etwas anfangen kann. Er sieht manchmal tiefblau aus und hat dann wieder einen Schimmer, der leicht ins rötliche Lila geht. Wie wunderbar ! Als der Frosch sich jedoch zu einem : ‘Cool, Alter !’ hinreissen liess, schaute er etwas befremdlich aus der Wäsche. Wir feierten heute Abend eine Zackenplanktonerinnerungsparty mit Beats aus verschiedenen Jahrzehnten, auch aus den Siebzigern. Einmal sang Mike Watt jedoch : ‘The kids of today should defend themselves against the Seventies’ und der Octopus hörte schon wieder das Gras wachsen und suchte nach versteckten Botschaften in den Songtexten. Daran hatten wir uns schon gewöhnt. Eine Nachtwache trauten wir ihm jedoch in diesem Zusatand noch nicht zu, so dass es jetzt meine Aufgabe ist, den Kurs für okay zu erklären und das Logbuch zuzuklappen. Auch auf die Gefahr hin, dieses Modewort etwas überzustrapazieren, finde ich wirklich, dass wir ein recht cooler Haufen geworden sind. Ich sehe mir jedenfalls jetzt den Mond an.

Giraffe

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