Sturm

Sternzeit 0955,8

Heute gerieten wir in einen mächtigen Sturm. Nachdem der Frosch uns alle geweckt hatte, frühstückten wir erst einmal. Der Ameisenbär war heute seltsam ruhig. Als die Sonne am höchsten stand, begann es aufzufrischen. Es entwickelte sich immer mehr Wind, so dass wir ganz schön zu tun hatten. Wir entschlossen uns, die Segel nicht einzuholen, sondern am Wind zu bleiben. ‘Klar zur Wende ?’ rief der Ameisenbär. ‘Klar’ rief der Frosch zurück. Wir waren alle auf unserem Posten und wir gaben alle unser bestes. Als es schliesslich Abend wurde, liess der Wind nach und wir wussten alle, was wir getan hatten, so kaputt waren wir. Heute bereitete uns die Fledermaus einen wunderbaren maritimen Salat. Also war es auch ihre Aufgabe, zu danken. ‘H-h-herr, wir d-d-danken Dir, dass Du uns sicher durch den Sturm gebracht hast. A-a-auch für Deinen w-w-wunderbaren P-p-proviant. S-s-segne uns und f-f-führe uns auch sicher durch die N-n-nacht. Amen’ sprach die Fledermaus und dann genossen wir das Essen. Niemand sagte viel. Die Spinne zog sich nach dem Abendessen direkt zurück. Und da es auch wieder abgeflaut war, konnten wir unser Schicksal beruhigt den Delphinen überlassen, die heute Nachtwache hatten. Sie hatten während des Sturmes, der bestimmt Windstärke 8 hatte, richtig ihren Spass gehabt. Aber sie wussten auch um die verantwortungsvolle Aufgabe einer Nachtwache. Auch sie beschlossen, dass wir auf dem richtigen Kurs waren. Unser Delphin war sehr dankbar und er betete fast die ganze Nacht. Er hatte sich das richtig zurecht gelegt und in Dank, Bitte und Fürbitte unterschieden. Sicher kamen wir auch ohne Zwischenfälle durch diese Nacht.

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