Anmerkungen eines beinahe abgestumpften Beobachters – Arbeit und Pussy Riot

Also vor dem Tagwerk noch ein kurzer offener Brief an die Verantwortlichen. Liebe Arbeitsministerin Leinen, was Sie machen, grenzt jawohl an Verhöhnung der Arbeitslosen. Sie schwafeln von Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt, dabei haben wir in Wirklichkeit nicht 4 sondern 7 Millionen Arbeitslose, wenn man all die Menschen mitzählt, die in einer Maßnahme Karten spielen. Statistiken frisieren können Sie offenbar gut. Sie haben jeglichen Kontakt zur Realität verloren.

Herr Putin, falls Sie wirklich Deutsch können, wie gerüchteweise kolportiert, müssen auch Sie sich unbequeme Fragen gefallen lassen. In einer demokratischen Regierung sollte ein einzelner Mensch nicht länger als zwei Wahlperioden nacheinander an der Macht sein dürfen. Pussy Riot sind wahrscheinlich eher nicht im Namen von Jesus Christus aufgetreten, aber das werden sie wahrscheinlich auch nicht behauptet haben. Die Wegsperrung von unbequemen Gegnern in politischen Prozessen ist jedenfalls nicht hinnehmbar.

Sorgen Sie bitte für die Freilassung.

Nicht dass ich ohne Fehler wäre oder den ersten Stein werfen wollte, aber ich mache jeden Tag meine Arbeit mit minimaler Verantwortung und stehe nicht in politischer [Verantwortung]. Vielleicht sollte ich dazusagen, zum Glück.

P.S.: Sie haben jawohl den Schuss nicht gehört.

P.P.S.: Irgendjemand muss es Ihnen ja mal sagen, Sie haben doch jeglichen Kontakt zur Realität verloren, befragen Sie mal die ‘Generation Praktikum’, wie der Spiegel vor einigen Jahren titelte.

P.P.P.S: Percy spielt Samstagabend, soweit ich weiss.

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