Quergedachtes eines Durchgequirlten oder das Wort zum Dienstag

Von emotionalem Mißbrauch über Armut in Equador bis zum Musikprogramm von WDR 2 reicht die Palette der möglichen Themen. Mangels Interesse an mainstreammedientauglichem Betroffenheitsgesabbel wird zurückgegriffen auf die ewig gleichen Themen eines therapieerfahrenen Egotrommlers. Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich und warum ist es so schwierig, sich zwischen Kaffee und Cappuccino zu entscheiden. Luka. Abseits des Arbeitshorizontes versuche ich von desolater Finanzlage, stupider Einpackerei von Hörfiltern und Alltagsjonglage zu abstrahieren und dem potentiellen Leser eine vergnügliche Zwischendurchlektüre zu bescheren.
Schwermütig.
Selbstmitleidig.
Zwar gut motiviert, aber auf dem dritten Arbeitsmarkt gefangen.
Die Plattensammlung fehlt seit gut zwei Jahren.
Eine potentielle Mutter fehlt in der Wahrheitsfindung.
Zuviel Kaffee, zu wenig Obst.
Schwer pornogeschädigt und [ehemaliger] bzw. sporadischer Gemeindegänger versucht seinen Weg zwischen Stumpfsinn und nicht zu tiefgängigem Psychologieautostudium zu finden. Weggenossen verließen das Sichtfeld. Froh und im Hier und Jetzt geerdet lamentiere ich durchgequirlt von positivem Denken über Ex-Freundinnen. Lassen wir die Weltgeschichte einen Moment ruhen und denken über wirklich wichtige Sachen nach. Zum Beispiel wie bezahle ich das Päckchen Tabak am einunddreißigsten oder welche Schuhe passen am besten zu einem unbeobachteten Spaziergang. Wie dem auch sei, als regelmäßige Kolumne wird ein roter Faden benötigt. Der findet sich nicht in Ablenkung, Abschweifung oder Um-den-heißen-Brei-Herumrederei.

Thema verfehlt, sechs, setzen.

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